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Vierte Veranstaltung im Rahmen der PPP-Informationsinitative Niedersachsen

Am 11.07.2007 in der Handwerkskammer Hannover


Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen, die sich in erster Linie an Vertreterinnen und Vertreter der niedersächsischen Kommunen richteten, haben die NBank und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr nun PPP-Auftraggeber und -Auftragnehmer gemeinsam zu einer vierten Informationsveranstaltung am 11.07.2007 in die Handwerkskammer Hannover eingeladen.

An der Veranstaltung unter der Überschrift "Public Private Partnership - Eine Chance (auch) für kleine und mittlere Unternehmen?" nahmen ca. 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Mittelstand und Kommunen teil. Im Mittelpunkt standen dabei die praktischen Erfahrungen kleiner und mittlerer Unternehmen sowie des Handwerks.

Die Referenten haben mit Ihren Vorträgen die gesamte Bandbreite der Fragestellungen abgebildet:

Herr Schaedel von der Bauhaus-Universität Weimar erläuterte, dass aus Sicht eines Unternehmens vor einem Engagement in einem PPP-Projekt ein Abgleich der eigenen Kompetenzen mit den sektoralen und regionalen Anforderungen des Projektes unerlässlich ist. Nach einer solchen Analyse kann fundiert entschieden werden in welcher Form, ob als Generalunternehmer oder als Nachunternehmer, eine Beteiligung erfolgen kann.

In dem Vortrag von Herrn Fitschen von der H.F. Wiebe GmbH & Co. KG (Achim) wurde deutlich, dass durch den Lebenszyklusansatz mit einer höheren Qualität im Bau zu rechnen ist. Die Verpflichtung zur baulichen Erhaltung bedingt in der Bauphase einen starken Einfluss auf die Wahl der baulichen Qualitäten, da das Betriebsergebnis des Auftragnehmers dadurch direkt beeinflusst wird.

Herr Heilmann von der Carl Schumacher GmbH stellte den Teilnehmern dar, dass es auch für gut aufgestellte mittelständische Unternehmen möglich ist, PPP-Projekte als Generalunternehmer umzusetzen. Zentrale Botschaft bei seinem Vortrag war, dass auch der Generalunternehmer ein Interesse daran hat, die Nachunternehmer aus der Region bzw. dem Umkreis zu verpflichten. Weiter betonte Herr Heilmann, dass auch PPP-Projekte ab 1 Mio. Euro Projektvolumen durchaus rentabel umgesetzt werden können. Er verwies dabei auf seine eigenen Projektbeispiele.

Der Maler- und Lackierermeister Herr Jörges und der Glasermeister Herr Lippold berichteten von ihren Erfahrungen als Nachunternehmer bei einem der größten PPP-Projekte in Deutschland, der Schulsanierung im Landkreis Offenbach. Die wichtigste Botschaft war hier, dass das Handwerk keine Scheu vor der Rolle des Nachunternehmers haben muss.

Herr Dr. Elbing von der Firma Stobbe Nymoen & Partner consult referierte im letzten Vortrag des Tages worauf bei der Projektfinanzierung und in diesem Zusammenhang auch bei der Risikoverteilung zu achten sei.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden die Hauptthesen der Vortragsthemen nochmals eingehend betrachtet. Von den Verbänden wurde darauf hingewiesen, dass PPP keine Mittelstandsförderung an sich ist und auch nicht sein kann, dass jedoch die Chancengleichheit auf diesem Marktsegment weiter vorangetrieben werden sollte.

Hier finden Sie ein paar Eindrücke von der Veranstaltung:

PPP-Informationsinitiative Nds. am 11. Juli 2007, HWK Hannover  
Podiumsdiskussion
PPP-Informationsinitiative Nds. am 11. Juli 2007, HWK Hannover  
Einführung Staatssekretär Werren
PPP-Informationsinitiative Nds. am 11. Juli 2007, HWK Hannover  
Vortrag Herr Volker Schaedel, Bauhaus-Universität Weimar
Ernsting, Werren, Heitmüller  
Herr Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Herr Staatssekretär Joachim Werren und Herr Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover (von links)
PPP-Informationsinitiative Nds. am 11. Juli 2007, HWK Hannover  
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